- Erst zur Wahl - und dann in die Friedenskirche?! :-)

So. 15. Oktober, 18.00 Uhr - Friedenskirche

17.00 Uhr: Programmeinführung durch Prof. Dr. Heinz von Loesch

Wir wünschen einen schönen Sommer!                                                 Bis zum 19. August beim Festival Musik 21...

Fr. 16. Juni, 20.00 Uhr - Schwanenburg

"Spätwerke: Neu" - Tournemire, Koerppen, Beethoven

19.00 Uhr: Programmeinführung durch Prof. Dr. Heinz von Loesch

Fr. 19. Mai, 20.00 Uhr - "Intuition" im NDR

Das Konzert am 24. März in der Schwanenburg ist wegen Krankheit verschoben.

Konzert in Bielefeld: Purcell, Bach, Mozart + Uraufführung

Per Klick vergrößern:

Sonntag, 15.01., 17.00 Uhr Jagdschloss Springe:

 

"kurz und lang - konzentriert und episch"

    Franz Schubert - Quartettsatz c-Moll
    Anton Webern - 5 Stücke op. 5
    Anton Webern - 6 Bagatellen op. 9
        ----
    Franz Schubert - Streichquintett C-Dur

    (mit Klaus Kämper, Violoncello)

 

Wir wünschen allen BesucherInnen unserer Website

frohe Weihnachten und ein glückliches neues Jahr!

Das Nomos-Quartett

 

"aus dem Innersten 2017"

Karten und Abos sind da und können bestellt werden...

So. 11.12. um 11.15 Uhr:

Dialog: Klang und Bild I.

CD Koerppen in Burgdorf

So. 4. Dezember, 17.00 Uhr in Burgdorf

Ratssaal im Burgdorfer Schloss

Konzert zur Präsentation der neuen CD mit den Streichquartetten von Alfred Koerppen

Programm: Koerppen, Mozart, Hugo Wolf

 

 

Sa. 19.11., 18.00 Uhr!

"Nacht" in der Kreuzkirche

"Nacht" in Hildesheim

Fr. 23.09., 20.00 Uhr                                                      "Lyrik und Drama" im Sprengel Museum

Fr. 09.09., 20.00 Uhr                                          Marktkirche, Lange Nacht der Kirchen                       Mozart, Brahms, Boccherini, Koerppen, Britten

Im August geht es weiter...                                                                     Wir wünschen Ihnen einen schönen Sommer!

17. Juni, 20.00 Uhr: "Aus meinem Leben" in der Christuskirche!

Brahms Klavierquintett in Uffenheim

Mit Gil Garburg - dem Pianisten unserer CD - spielen wir das Klavierquintett von Johanne Brahms am Sonntag, den 12. Juni um 11.00 Uhr in Uffebnheim. Außerdem: Mozart B-Dur KV 159 und Bartók Nr. 1.

 

"Ungarn" in Haselünne - So. 05. Juni 2016

Das im letzten November in Hannover umjubelte Programm unter dem Motto "Ungarn" erklingt am Sonntag, den 05. Juni, um 18.00 Uhr in der Klosterkirche in Haselünne: Haydn, Ligeiti, Kurtág, Brahms, Varga.

(http://www.meppen-theater.de/termin/nomos-quartett/)

 

Terminverschiebung

Das für den Fr. 11. März 2016 geplante Konzert in der Schwanenburg wird - wegen Krankheit - verschoben auf

Fr. den 29. April 2016, 20.00 Uhr

Erworbene Eintrittskarten behalten ihre Gültigkeit.

Die Programme und Termine für die Reihe "aus dem Innersten 2016" stehen fest (siehe "Konzertreihe"), die Konzertkerten sind gedruckt...      (zu bestellen im Kartenshop).

Das Nomos-Quartett wünscht allen Besucherinnen und Besuchern unserer Webseite ein lebendiges, vielfältiges und vor allem glückliches neues Jahr 2016!

Wir freuen uns sehr, dass das Land Niedersachsen (MWK) das Nomos-Quartett für die Jahre 2016 bis 2019 erneut für eine regelmäßige Konzeptionförderung ausgewählt hat – für die Konzerte im Rahmen von Musik 21.               

Außerdem wird die "Musikförderung des NDR" die Konzertreihe "aus dem Innersten 2016" großzügig unterstützen!

    Hannoversche Allgemeine Zeizung 30.11.2015:

Mozartfest Schwetzingen


Götterliebling unbegreiflicher denn je


Seit seiner Gründung im Jahr 1984 begeistern die Interpretationen des Nomos-Quartetts das Publikum und die Presse. Nach dem Konzert am Samstagabend im Jagdsaal wissen auch die Besucher des Mozartfests warum: Mit Martin Dehning (Violine), Friederike Koch (Viola) und Sabine Pfeiffer (Violoncello) trafen starke musikalische Persönlichkeiten zusammen, die durch langjährige Zusammenarbeit geprägt sind.

Obwohl die junge Violinistin Meike Bertram erst seit 2013 dazugehört, fügt sie sich klanglich wie ästhetisch wunderbar ein. Der außergewöhnlich runde Ensembleklang, seine bestechende Homogenität wurden am stimmigen Programm mit Felix Mendelssohn Bartholdys (1809 - 1847) Streichquartett Nr. 6 in f-Moll, op. 60, eingebettet in Wolfgang Amadeus Mozarts (1756 - 1791) Streichquartette Nr. 6 in B-Dur KV 159 und Nr. 15 in d-Moll KV 421 schnell ohrenfällig. 


Schlicht und komplex

Lebendig interpretierte das Ensemble zunächst das Streichquartett B-Dur des knapp 17-jährigen Mozarts. Hier verstanden es die vier Musiker ausgezeichnet, die Fülle von Einfällen, das Schlichte und gleichzeitig das Komplexe des Werks voll dramatischer Spannung darzustellen. Diesem Mozart stand ein 38-jähriger Felix Mendelssohn Bartholdy gegenüber, dessen Streichquartett das Ensemble unter pulsierender Spannung spielte, hitzig, fiebrig, mit aufwühlender Expressivität. Intensiv ist die erste Geige im wilden Galopp der anderen Stimmen zu hören. Im Adagio blühen träumerische, liedhafte Töne auf, während das Finale von expressivem Feuer durchglüht ist. Es versetzte das Publikum in helle Begeisterung.

 

Eine ungeheure Wirkung erzielte das Nomos-Quartett nach der Pause mit Mozarts d-Moll-Quartett. Unter den Bögen der Streicher verdichtete sich die Musik zu hochkomplexen, kaum mehr zu erfassenden Bekenntnissen, wobei in den schroffen Gegensätzen zwischen dunkler Verzweiflung und überirdischer Schönheit der Götterliebling Mozart unbegreiflicher denn je.

Schwetzinger Zeitung, 15.10.2015


Das nächste Konzert:

Schwetzingen - Mozartfest

Sa. 10. Oktober 2015, 20.00 Uhr

12. September - aus dem Innersten III.

"Sehnsucht" - Schumann und Janacek

 

Nomos-Quartett beim Kultursommer der Region
Eine schöne Rezension in der HAZ vom 22.07.2015
Kritik Lenthe 19.07.2015.pdf
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Westfälische Nachrichten - 30.06.2015

 

Vier Musiker im tiefen Dialog

Nomos-Quartett setzte erneut Maßstäbe

Von Ulrich Coppel

Münster. Zahlreiche Fans und Freunde des Nomos-Quartetts strömten am Sonntag anlässlich des Konzerts zum 30-jährigen Bestehen der Formation aus Martin Dehning und Meike Bertram (beide Violine), Friederike Koch (Viola) und Sabine Pfeiffer (Violoncello) in die Aula der Musikhochschule.

    „Wir haben ein Programm mit einigen unserer Lieblingsstücke zusammengestellt" erläuterte Dehning in seiner kurzen Begrüßungsrede. Und dann erklang auch schon Mozarts Streichquartett C-Dur - wegen des für Klassikfreunde außergewöhnlich zerrissen wirkenden Beginns auch als „Dissonanzenquartett" bekannt. Alles andere als zerrissen wirkten hingegen die vier Musiker. Voller Tatendrang und Freude am gemeinsamen Musizieren – makellos und hochmusikalisch: So fand jeder einzelne von ihnen durch die schier endlosen Motive hinein in tiefe Dialoge, nicht selten mit überraschenden Wendungen.

    Und das sollte sich im gesamten weiteren Konzertverlauf nicht ändern. Nur die Tonsprache wechselte. Benjamin Brittens Streichquartett Nr. 3 erstrahlte in bunten Farben als eine facettenreiche Collage mit unzähligen einzelnen Momentaufnahmen.

    Die zweite Programmhälfte bestand ausschließlich aus Felix Mendelssohn Bartholdys Streichquartett f-Moll. Höchste technische Anforderungen an die Musiker zeichnen dieses Kompositionswerk aus. Doch denen war man mühelos gewachsen, mehr noch: In der Homogenität des Klangbildes und innigen Ausdrucks setzten die vier Musiker des Nomos-Quartetts an diesem Abend Maßstäbe. Mit dem ,,Andante cantabile" aus Tschaikowskys erstem Streichquartett als einziger Zugabe endete ein großer Konzertabend.

Freitag, 19.06., 20.00 Uhr:

Franz Schubert - Streichquintett in der Kreuzkirche

- mit "Introduktion"

Bremen, Weser Kurier am 10.03.2015:

...Mit Iannis Xenakis' "Tetras" demonstrierte das Nomos-Quartett Vertrautheit mit der Moderne und bot eine blitzsaubere Darstellung des Glissando-reichen Werkes. Auch dem stürmisch bewegten Quartett in f-Moll op. 80 von Felix Mendelssohn Bartholdy blieb man nichts schuldig; Leidenschaft in den Ecksätzen und technische Bravour trafen glücklich zusammen...


Neue CD mit Werken von Matthias Kaul - ruhig und spannend!

http://www.shop-014.de/1a2b3c-p25h1s3-some-kind-of-way-out.html

Hier der direkte link

Kürzlich:

Festival Musica Sacra in Maastricht

mit Webern, Xenakis, Beethoven...

Hier der Live-Mitschnitt:

Ludolf Baucke in der HAZ über das 1. Festkonzert:
HAZ 28.07.2014 .pdf
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Drei Festkonzerte "aus dem Innersten" im Sprengel Museum haben uns erfreut und glücklich gemacht. Wir danken allen, die dabei waren!!

Artikel in der HAZ zum 30-jährigen Jubiläum!
HAZ 23.07.2014.pdf
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30 Jahre Nomos-Quartett - wir feiern!

Westfälische Nachrichten, 03.02.2014

Musik stellt Fragen nach dem "Warum"

Münster. Mit dem Motto "Krieg und Frieden" war das am Sonntag zu Ende gegangene Festivak "KlangZeit" überschrieben –und in die programmatische Vielfalt der zwölf Konzerte reihte sich auch das renommierte Nomos-Quartett bei seinem Auftritt in Münsters Petrikirche ein.

   Als politisch engagierter Komponist, im Jahr des Kriegsendes 1945 geboren, hat sich Luca Lombardi immer wieder gefragt, wie das Land der Dichter und Denker zum Ort der größten Barbarei der Menschheitsgeschichte werden konnte. Auch sein Streichquartett "Warum?" von 2006 kreist um diese Frage, die ganz oft in musikalischen Gesten spürbar und erfahrbar wird:agressiv und harsch, scheu und introvertiert, manchmal am Rand des Ersterbens. Lombardi "baut" sich ein Alphabet aus Tönen und "schreibt" Wörter wie "Shoa", Shalom" und "Shir" ("Gesang"), macht Anleihen bei Robert Schumann, die wie eine frene Erinnerung an das kultivierte Land der der Dichter, Danker und Musiker wirken. Frappierend das hochsensible Spiel des Nomos-Quartetts!

   In eine ganz andere Welt führt Toshio Hosokawas "Blossoming", in ein stilles, ruhiges Gewässer mit Lotosblumen. Die gelten im Hinduismus wie im Buddhismus als Symbol von Erleuchtung und Reinheit. Fahles Licht verströmen die Streicher, formen Töne wie gehaucht. Das zwing die Zuhörer zu konzentriertem Miterleben –und so herrschte in der Petrikirche spannungsvolle Atmosphäre. 

   Biografische Züge trägt wiederum "Different Trains", jenes Quartett mit dem Steve Reich, Jahrgang 1936, Geräusche fahrender Züge thematisiert. Züge, in denen er selbst von New York nach Los Angeles fuhr, Züge, die zur gleichen Zeit in ganz Europa Juden in die Konzentrationslager brachten. Steve Reich bleibt sich natürlich auch in diesem Werk als Vetreter der "Minimal Music" völlig treu: Streierklang plus Zuspielband –Musik, die ganz bei sich selbst bleibt und einen gewissermaßen meditativ-esoterischen Touch für sich reklamiert.

Christoph Schulte im Walde

 

HAZ vom 25.11.2013

Auf nach Arkadien!

Das Nomos-Quartett im Sprengel Museum 

Von Ludolf Baucke

Paradiesisches fest im Blick - und in den Ohren: Das Nomos-Quartett hat zu einem Arkadien-Abend in die akustisch vortreffliche Halle des Sprengel Museums eingeladen. Bei allerlei Wohlfühlmomenten durfte dem kundigen Publikum bei Mendelssohns Konzertstück für Klarinette, Bassetthorn und Streichquartett sogar das Wasser im Munde zusammen laufen. Der junge Romantiker hatte das Werk für den zeitgenössischen Klarinettenvirtuosen Bärmann als Gegenleistung für sein Leibgericht Dampfnudeln und Rahmstrudel komponiert. Das Klarinettenduo Beate Zelinsky und David Smeyers interpretierte das Sextett gemeinsam mit den Streichern angenehm geschmeidig.

Das Publikum war bestens eingestimmt auf ein bei Nikolaus Brass bestelltes Sextett mit dem Titel "Aus dem Tagebuch der Liebenden".Dieses vieteilige Werk kostet in zwanzig Minuten Schwebungen von eng beieinander liegenden Klarinettentönen aus, garniert diese mit zarten Glissandi, aber auch hart gezupften Klängen des Streichquartetts. Mitunter korrespondieren Streicherflageoletts mit den Klarinettenlinien. Im dritten Satz lässt überdeutlich eine fast wie ein Lockrufangestimmte kleine Terz aufhorchen, doch Trübungen bleiben nicht ausgeschlossen. Zum Schluss enzschwindet die Musik mit tiefen und den vom Anfang bekannten Streicherglissandi. Die Uraufführung in Anwesenheit des Komponisten geriet zum Höhepunkt des Programms und wurde kräftig applausiert.

Nach der Pause erkundete das Nomos-Quartett in der siebensätzigen "Arcadiana" des Briten Thomas Adès einen fast ununterbrochenen und mit allerlei Anklängen an die Überlieferung garnierten Wohllaut. Reibungen wie zuvor im Brass-Quintett blieben in dieser Wellnessmusik ausgespart. Dem bestens aufgelegten und ungemein differenziert musizierenden Nomos-Quartett schien das nur paradiesische nicht ganz geheuer zu sein. Es hatte zuvor Mozarts G-Dur-Streichquartett KV 156 musiziert. Dessen e-Moll-Andante ließ schon im zweiten Akkord unparadiesisch Schmerzliches anklingen.

 

Terminverschiebung!

 

Am So. 07. April beginnt die neue Reihe  aus dem Innersten 2013.

Der Kartenshop ist geöffnet, der Flyer hier zur Ansicht:

aus dem Innersten 2013 -.pdf
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HAZ, 30.11.2012

Mut zur Stille

Das Nomos-Quartett im Klienen Sendesaal

Von Agnes Beckmann

Stille ist etwas Relatives und absolute Stille gibt es im Alltagsleben nicht. Bei dem Konzert "Fragmente - Stille" des Nomos-Quartetts kam es zu Momenten, die sich der totalen, gespannten Stille annäherten. Und zwar durch Atemanhalten und Lauschen auf die letzten Töne der Fragmente. Im Rahmen der Konzertreihe Musik 21 im NDR bringt das Quartett Werke aus verschiedenen Jahrhunderten auf die Bühne. Die Musiker eröffnen das Programm mit den "5 Sätzen für Streichquartett" von Anton Webern. Schwungvoll spielen sie den hektischen Satz im Zentrum, behutsam die äußert seisen Rahmensätze. Webern erschließt 1909 ganz neue Klangbereiche.

70 Jahre später erschafft Luigi Nono das Werk "Fragmente - Stille, An Diotima", das sich auf Gedichtfragmente von Friedrich Hölderlin bezieht. Es ist eine äußerst zarte Komposition, bei der sie Spieler die unendlich leisen Einzeltöne und dezenten Motivfetzen wirkungsvoll zur Geltung bringen. Die immer neuen schillerden Klänge, stetig durchstzt von Pausen, lassen das Publikum hochkonzentriert in Stille verharren.

Es schließt sich der 1820 entstandene Quartettsatz c-Moll und das Fragment des 2. Satzes von Schubert an. Ursprünglich als viersätziges Streichquartett geplant, brach er die Arbeit am 2. Satz nach 24 Takten aus unbekannten Gründen ab. Vor fünf Jahren hat sich Sarah Nemtsov mit diesem Fragment auseinandergesetzt. Sie benutzt die Elemente als Bausteine für das eigene Werk. So entsteht das sinnlich-lyrische, zutiefst berührende Werk "Im Andenken".

Der Abend schließt mit den sechs Bagatellen op. 9 von Anton Webern. Die anwesende Nemtsov und das Publikum sind von den Leistungen des Nomos-Quartetts begeistert und applaudieren lange.

Münchner Merkur, 16. Oktober 2012

Tutzinger Brahmstage

Gelungener Auftakt mit dem Nomos-Quartett

Tutzing. Der graue und nasskalte Herbst verkehrt sich in eine Zeit der Hochstimmung, wenn die fetslichen Klänge der "Tutzinger Brahmstage" zum Ausgehen verlocken. Den Auftakt machte am Sonntagabend das in Sechserformation aufspielende Nomos-Quartett.

Geige, Bratsche und Cello jeweils in Doppelbesetzung: Ein satter Streicherton war damit gesichert. Sogleich aber fügten die Instrumentalisten eine weitere Tugend hinzu, näm lich die Durchsichtigkeit des Klangs. Trotz dichter Tiefen blieb das Leuchten der Geigen ungeschmälert.

Die herausragende Interpretation wurde gleich bei Beethovens sechster Sinfonie hörbar. Im ersten Satz flossen das liebevolle Thema der Geigen, die zart angedeutete Tanzmelodie und das lausbubenhafte Losstürmen aller Streicher zusammen zu einer Kamerafahrt durch ein idyllisches Auenland mit fröhlich-schelmischen Bewohnern.

Zurecht trägt die Sinfonie den Beinahmen "Pastorale", und ebensoo gültigerschien, dass Michael Gotthard Fischer das Werk 1810 als Kammermusik auf ein Streichsextett umgeschrieben hatte. Schummrig, geradezu schattenkühl klangen die Celli (Sabine Pfeiffer, Wen-Sinn Yang) in der "Szene am Bach" herüber. Überschwänglich stoben die Geigen(Martin Dehning, Birte Päplow) in Feierlaune bis das Tremolo der Bratschen (Friederike Koch, Charlotte Walterspiel) den peitschenden Gewitterregen umsetzte. Den Verdacht, man habe es mit einer Kinderei zu tun, brach der großartige Stimmungsbogen des Finalsatzes. Lang ausgeführte Harmonien und leuchtende sangliche Motive fühten in ein Idyll, das für Beethoven einen großen Einfall rund machte und eine große Spielleistung krönte.

Brahms' Streich-Sextett G-Gur op. 36 schloss sich an. Warmes Glänzen, dazu das Funkeln der einzelnen Themen: Perfekt koordiniert und scheinbarmühelos ließen die Musiker die Motive bald kontrastiern, bald harmonieren. Wütende Wirbel, süffige Vibrati, dann Zigeunerklänge, Jagdhorn- und Spieluhr-Assoziationen: All dies fügte sich in einen Verbund voll nuancierter und beziehungsreicher Wechsel zwischen dramatischen und freundlichen Passagen. Brahms stand hier in seiner ganzen Komplexität auf der Bühne. Lang anhaltender Beifall folgte.

 

28.09. 20.00 Uhr - Musikzentrum - Von Klassik bis Rock!

"Reisen der Seele"     im    Musikzentrum

Franz Schubert - „Der Tod und das Mädchen”

George Crumb - „Black Angels“ for Electric String Quartet

Jimi Hendrix - „Voodoo Chile“, arrangiert für Streichquartett und

Drumset von Philip Lehmann

mit Klaus Reda - Drumset

und Joachim Heintz - Klangregie

 

Detlev Bork im Magazin "Ensemble" (6/2012):

"...Und so unterschiedlich die Werke sein mögen, so überzeugend stringent und kraftvoll werden sie hier in Szene gesetzt. Die Musiker spielen beherzt und sprühen vor Energie. Die Kontrastreiche Ausarbeitung des Kopfsatzes des Quintetts von Dvorák ist beispielhaft. Das Niveau wird durchweg gehalten, wobei die innig warme Gestaltung der Melodien besondere Freude bereitet."

                                                                                         bestellen...

Das Nomos-Quartett mit Cornelia Samuelis Sopran in der Glocke in Bremen - 13.03.2012

Weser Kurier vom 15.03.2012                              Programm "Blick nach oben"

     Das Nomos-Quartett hatte gleich zu Beginn mit drei vierstimmigen Fantasien von Henry Purcell seine Klasse bewiesen. Aber ihr exzellentes Können, ihre reife Klangqualität und ihre absolute Homogenität des Musizierens entfalteten Dehning und seine Partnerinnen so richtig mit Schuberts Streichquartett „Der Tod und das Mädchen“...

     Das Nomos-Quartett bot das Werk als menschlich nachempfundene, unmittelbar die Hörer erreichende Konfrontation mit der Unheimlichkeit des Todes: Jagend, stockend, verzweifelt und aufbegehrend im dramatischen Impuls der Ecksätze, wunderbar tröstend in den Variationen des ohne falsche Poetisierung erklingenden Andante...

     Cornelia Samuelis meisterte die dreimalige, zwischen die beiden „Salve Reginas“-Vertonungen gesetzte Wiedergabe von Anton Weberns „Schmerz immer – Blick nach oben“ souverän in der Objektivierung der Form und der untergründig erregten Expression des Klangs...

 

aus dem Innersten 2012

vier neue Programm mit dem Nomos-Quartett

Die neue Reihe startet am Karfreitag, 6. April, 20.00 Uhr im Schwarzen Saal der Eisfabrik mit dem Programm "Meditation" - siehe "Konzertreihe".

 

Birte Päplow - neue Geigerin im Nomos-Quartett

 

Wir freuen uns auf die kommenden Konzerte mit Birte Päplow!

 

Jutta Rübenacker erlitt im vergangenen September einen Herzinfarkt, der ihr zeigte, dass sie sich beruflich in Zukunft vor allem auf ihre Professur in Hannover konzentrieren muss und ihre intensive Arbeit mit unserem Quartett zu unserem großen Bedauern nicht weiterführen kann. Wir danken ihr von Herzen für vier anregende Jahre mit vielen, vielen schönen Konzerten und wünschen ihr das Allerbeste für ihre Zukunft.

 

Seit Beginn des Jahres 2012 spielt Birte Päplow im Nomos-Quartett. Sie  ist 1. Geigerin im Nds. Staatsorchester Hannover - mit einer halben Stelle, um Zeit für Kammermusik zu haben - und eine vielseitig erfahrene Kammer-musikerin.

 

Bereits im November sprang Birte Päplow ein bei unserem Konzert im NDR Hannover und fügte sich gleichsam nahtlos ein. Musikalisch wie menschlich stimmt die Wellenlänge - wir freuen uns auf unsere gemeinsame Arbeit und ihre neuen Impulse!

 

 

 

 

 

„Nur wer die Sehnsucht kennt...“ auch in Hannover: im Rahmen der Reihe „aus dem Innersten 2010“ erklingt das innovative Programm mit Musik aus Klassik, Filmmusik und Rock/Pop am 05. März 2010 im Festsaal der ehem. PH, Bismarckstraße 2


 

Neues Projekt:

„Nur wer die Sehnsucht kennt – Love Songs von Schubert bis Coldplay“

 

Streichquartette – Janacek „Intime Briefe“, Schubert, Beethoven

Filmmusik – Fluch der Karibik, The Piano

Songs – Nothing else matters, Faraway, Clocks u.a.

4 Konzerte mit dem Nomos-Quartett und Cornelia Samuelis – Sopran

25.10.2009 Achim, Kulturhaus KASCH

09.12.2009 Wunstorf, Saal im Klinikum

28.01.2010 Hameln, Marktkirche St. Nikolai

05.02.2010 Hildesheim, Michaeliskirche

+ Workshops in Schulen:

22.10.2009 Achim, Cato Bontjes van Beek-Gymnasium

08.12.2009 Wunstorf, Hölty-Gymnasium

03.02.2010 Hildesheim (Elze), Christophorusschule

10.02.2010 Hildesheim, Gymnasium Andreanum

 

gefördert durch das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur

und die Werner-Egerland-Stiftung

 

„Klassik meets Rock“ begeistert das Publikum!

Geige wird zur E-Gitarre
Einzigartig und völlig entfesselt

Nomos-Quartett schlägt Bogen von Klassik zu Rock und Blues
Von Rolf-Dieter Diehl, Cellesche Zeitung, 04.11.2008

Es gibt Momente in der Musik, da hat man das Gefühl, etwas zu erleben, das sich mit Worten nicht beschreiben lässt. Das Hannoversche Nomos-Quartett bot bei seinem Gastspiel in der Celler CD-Kaserne eine ganze Kette solcher Momente und wagte dabei den Brückenschlag zwischen klassischer Quartett-Literatur und der Neuen Musik. Schuberts Streichquartett „Der Tod und das Mädchen“, George Crumbs „Black Angels“ für elektrisch verstärktes Streichquartett und ein Wiederhören mit dem „Voodoo Chile“ des legendären Jimi Hendrix standen auf dem Programm, das dem begeisterten Publikum unter dem Motto „Seelenwanderungen“ ein eindringliches Konzerterlebnis bescherte.

Die bohrende Anfangsgeste des Schubertquartetts erwies sich als gelungener Einstieg. Dumpf bebte sie im gehetzten Allegro nach, dessen gewittrige Anspannung sich immer wieder über das Pianissimo-Verdämmern erhob. Unerbittlich strebten die Musiker dem Abgrund des Totentanz-Finales zu. Und der gespenstische Tanz mutierte im Schlusspresto in seiner peitschenden rhythmischen Schärfe zu einer skelettierten Tarantella, völlig entfesselt gegen den Strich gespielt und so wild rasend, dass einem die Schauer über den Rücken liefen.

Doch richtig dramatisch wurde es erst, als nach der Pause die Instrumente „eingeplugged“ wurden. Crumbs „Black Angels“ erinnerten an den schwirrenden Gesang riesiger Insektenschwärme, sie imitierten den Klang von Knochen und Flöten, schilderten eine Pavane der Tränen und eine Sarabande des obskuren Todes. Wie vergilbte Choräle aus dem Mittelalter erklangen die eingeflochtenen Zitate wie das „Dies Irae“ oder die Passage aus Tartinis Teufelstriller-Sonate und blickten doch visionär in die Zukunft. Wie bei allen Surrealisten von Salvador Dali bis Max Ernst dominierte auch hier die Drastik des Grellen, die Überzeichnung durchdrungen von apokalyptischer Tiefensicht und von Albtraumbildern der Moderne.

Und dann verwandelte sich das Nomos-Quartett gar in eine Rockband und bot ein mitreißendes Revival von Jimi Hendrix’ „Voodoo Chile“. Da wurde die Geige zur E-Gitarre und das Cello zum E-Bass, und das Ensemble lieferte eine derart rockige und funkige Version dieser Blues-Nummer, das sich das Publikum ungläubig Augen und Ohren rieb. Vom genial innovativen Intro-Riff bis zu den „different emotions“ der damaligen Klangexperimente ließ das nun durch Drummer Klaus Reda verstärkte Quartett nichts aus. Und die Illusion war perfekt. Tosender Applaus beendete dieses einzigartige Konzert.